Die Apotheke
Apotheken sind heutzutage starke und leistungsfähige Unternehmen, in denen
Medikamente aufgewahrt, geprüft und hergestellt werde. Sie versorgen, nach
ihrem gesetzlichen Auftrag, die Bevölkerung lückenlos mit Arzneimitteln und
Medikamenten an 365 Tagen im Jahr.
Die erste öffentlich zugängliche Apotheke wurde in Bagdad von Kalif Almonsor
im 8. Jahrhundert eröffnet. Unser heutiges Wort Apotheke wurde von dem
griechischen Begriff für Aufbewahrungsort abgeleitet, da die ersten
deutschen "Apotheken" von Kaufleuten betrieben wurden, die mit Kräutern und
Gewürzen handelten. Der Beruf des Apothekers geht auf den Erlass der
Medizinordnung Kaiser Friedrichs II. von 1241 zurück, dass die Trennung von
Arzt und Apotheker vorsah. Ärzten war es von da an verboten an Apotheken
beteiligt zu sein oder sie zu besitzen und die Preise für Arzneimittel
wurden gesetzlich festgeschrieben, um Preistreiberei zu verhindern. Aus
diesem Jahr stammt auch die älteste heut noch bestehende Apotheke, die sind
in Trier befindet. Während des 14. Jahrhunderts erfolgte dann der Wandel der
vom fliegenden zum ortsansässigen Händler, der auch selbst Arzneimittel
herstellte. Im 17. und 18. Jahrhundert konnten sich die Apotheken durch das
neu gewonne Wissen über die Chemie schließlich auch der
Arzneimittelforschung widmen.
Apotheken unterliegen heute gesetzlichen Regelungen wie dem
Sozialgesetzbuch, der Apothenvertriebsordnung und natürlich dem
Arzneimittelgesetz, das besagt, das Medikamente, bei der die Einnahme eine
Beratung voraussetzt, apothekenpflichtig sind und auch nur von
pharmazeutischem Personal verkauft werden dürfen. Auch
Internet-Versandapotheken unterliegen dieser Pflicht und müssen die Beratung
in einer geeigneten anderen Form durchführen. Grundsätzlich dürfen
Apotheken, mit einer Ausnahme von vier Wochen jährlich, nur von staatlich
geprüften und anerkannten Apothekern geführt werden.
Auch die Räumlichkeiten von Apotheken, die immer hygienisch rein sein
müssen, sind gesetzlich vorgegeben. So muss eine Apotheke mindestens eine
Gesamtfläche von 110 m² aufweisen und in Offizin, Laboratorium, Lagerraum,
Rezeptur und Nachtdienstzimmer aufgeteilt sein.
Als Kennzeichen und Symbol hat sich deutschlandweit das rote Apotheken-A mit
der Giftschale mit Äskulapschlange entwickelt, dass am 15.Dezember 1951
erstmals durch den Deutschen Apothekerverband (DAV) der Öffentlichkeit
vorgestellt worden ist und seitdem das Markenzeichen für Qualität, Kompetenz
und Service ist.
In Deutschland existieren rund 21.500 Apotheken, die durchschnittlich 3.800
Menschen versorgen. In der Gunst der Patienten bzw. Kunden liegen die
Apotheken weit vorne. So landen sie bei Umfragen zur Kundenzufriedenheit
seit Jahren auf den vorderen Plätzen.
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